Pool Billard Regeln

die Regeln beim Pool Billard

Beim Pool Billard handelt es sich wohl um die beliebteste und am weitesten verbreitete Variante des Billardspiels. Entsprechend groß ist auch die Bandbreite der unterschiedlichen Disziplinen. Allen gemein ist aber, dass mittels der Weißen (Spielball) die farbigen Kugeln (Objektbälle) in die im Tisch befindlichen  Löcher (Taschen) gespielt (gelocht) werden müssen. Dabei wird nur der Spielball mit dem Queue gespielt. Die Spieler haben jeweils eine Aufnahme und bleiben solange am Tisch, wie sie Bälle korrekt lochen. Konnte nicht gelocht werden, ist der andere Spiele dran usw..

Zu den bekanntesten und im aktuellen Turniersport verankerten Disziplinen gehören:

  • 8-Ball
  • 9-Ball
  • 10-Ball
  • 1 endlos

Jetzt zu wesentlichen Regeln der einzelnen Disziplinen im Überblick.

8-Ball

8-Ball ist wohl die bekannteste und – zumindest im Freizeitsport- auch am meisten verbreitete Disziplin. Beim 8-Ball wird mit 15 farbigen Kugeln (Bällen) und der Weißen gespielt. Dabei sind die Kugel  1 – 7 einfarbig (die „Vollen“) und die Kugeln 9 – 14 zweifarbig (die „Halben“).  Die Schwarze ist sozusagen neutral weil sie jeweils als letzte Kugel, und zwar von dem Spieler, welcher zuerst alle Kugeln seiner „Farbe“ gelocht hat, gespielt wird.

Die für den Turniersport festgelegten Regeln sind im Freizeitbereich häufig etwas abgewandelt, hier gelten vielerorts die sog. „Kneipenregeln“, welche regional wiederum voneinander abweichen können. Im Folgenden wird sich an den Turnierregeln orientiert.

Welcher Spieler, welche Farbe spielt ergibt sich in Folge des Anstoßes (Break). Dazu werden die Kugeln mittels Dreieck (Rack)aufgebaut, wobei die erste Kugel auf dem Fußpunkt und die Schwarze in der Mitte des Racks positioniert wird. Sofern durch den anstoßenden Spieler eine farbige Kugel gelocht wird, hat dieser die Farbwahl und darf weiter spielen.

In der Folge sind jeweils die zu lochende Kugel und die Tasche, in welche sie versenkt werden soll, anzusagen. Verzichtbar ist die Ansage wenn offensichtlich ist, welche Kugel in welche Tasche gespielt werden soll. Das Spiel über Banden und Kombinationen ist niemals offensichtlich und muss stets angesagt werden. Wenn man solche Kugeln nicht ansagt, führt das zum Aufnahmeverlust und der Gegner kommt an den Tisch.

Wird die Kugel nicht wie angesagt gelocht, kommt ebenfalls der Gegenspieler an den Tisch und setzt fort. Wird ein „Foul“ begangen (z. B.: keine eigene Objektkugel getroffen, gegnerische Kugel zuerst angespielt, Weiße versenkt, Kugel vom Tisch, Kugel mit dem Körper  oder der Kleidung berührt und anderes mehr) , darf der Gegenspieler sogar die Weiße in die Hand nehmen,  nach seiner Wahl auf dem Tisch positionieren und dann fortsetzen („Ball in Hand“).

Wer zuerst alle Kugeln seiner Farbe versenkt hat, darf die Schwarze spielen. Wird diese wie angesagt gelocht, hat der Spieler gewonnen und das Spiel ist beendet.

9-Ball

Beim 9-Ball wird mit 9 Objektkugeln (1-9) und der Weißen (Spielball) gespielt. Dabei sind die Kugeln in aufsteigender Reihenfolge nacheinander zu versenken. Die Kugeln werden in Form eines Rhombus,  der  „1“ an der Spitze auf dem Fußpunkt und der „9“ in der Mitte, aufgebaut.

Beim Break muss, wie beim 8-Ball auch, mindestens eine farbige Kugel  gelocht werden. Geschieht dies nicht,  ist der Gegenspieler mit der Aufnahme dran.

Eine wichtige Sonderregel kann unmittelbar nach dem Break zum Tragen kommen. Kann der Spieler die Kugel mit der niedrigsten Nummer nicht direkt anspielen,  ist er berechtigt, von der  „Push out-Regel“ Gebrauch zu machen. Hiermit darf er die Weiße mittels Stoß beliebig auf dem Tisch platzieren. Danach entscheidet der Gegner, ob er die Position selbst übernimmt oder demjenigen, der „Push-out“ gespielt hat, den Tisch weiterhin überlässt.

Sofern die „9“ beim Break fällt, ist das Spiel schon gewonnen, was aber äußerst selten vorkommt.

Im Unterschied zum 8-Ball müssen beim 9-Ball die zum Lochen vorgesehene Tasche nicht angesagt werden. Das heißt, unbeabsichtigte Zufallstreffer zählen ebenfalls.

Wird die erforderliche Kugel nicht versenkt, ist der Gegenspieler am Tisch. Bei einem Foul (siehe 8- Ball) darf die Weiße frei positioniert werden („Ball in Hand“). Gewonnen hat, wer als letzte Kugel die „9“ in einer Tasche versenkt. Vorher hat auch gewonnen, wer über das Anspielen einer als nächstes zu versenkende Kugel  die „9“ in eine Tasche spielt.

10-Ball

Beim 10-Ball wird mit den 10 Objektkugeln (1-10) und dem Spielball gespielt. Ähnlich wie beim 9-Ball müssen die Kugeln in aufsteigender Reihenfolge angespielt werden. Jedoch muss hier vor jedem Stoß angesagt werden bzw. offensichtlich sein, welche Kugel in welches Loch gespielt wird. Fallen bei einem korrekten Stoß  auch andere Kugeln bleibt der Spieler am Tisch.

Gewonnen hat, wer als letzte Kugel die „10“ in einer Tasche versenkt.  Fällt nach dem Anspielen einer als nächstes zu versenkenden Kugel die „10“ in eine Tasche, ist das Spiel ebenfalls gewonnen.

14.1 endlos

Bei der auch als 14/1 oder  14/1e   bezeichneten und im englischen als „Straight Pool“  bekannten Disziplin geht es um das Erreichen einer vorher festgelegten Punktzahl. Der Name kommt daher, dass alle Objektbälle bis auf einen versenkt werden. Dieser bleibt liegen und das Rack wird erneut aufgebaut, wobei der Fußpunkt frei bleibt. Die Ablage der letzten Kugel sollte demnach so platziert werden, dass diese anschließend versenkt und das Rack gleichzeitig gelöst werden kann, um eine Fortsetzung zu haben.
Es wird mit 15 farbigen Objektbällen  und dem Spielball  gespielt. 14/1 ist ebenfalls ein Ansagespiel (vgl. 8-Ball, 10-Ball). Jeder Objektball kann versenkt werden und pro Ball gibt es einen Punkt. Werden durch einen regulären Stoß, neben der angesagten Kugel weitere Kugeln versenkt, erhält man einen zusätzlichen Punkt je Kugel. Für ein Foul bekommt man einen Punkt abgezogen, negative Punktestände sind möglich. Nicht korrekt versenkte Bälle werden wieder aus den Taschen entnommen und am Fußpunkt aufgebaut.

Die Kugeln werden zum Anfang im Dreieck aufgebaut. Die Positionen dabei sind frei wählbar. Oft ist zu beobachten, dass Spieler die „1“ links im Rack und auf der rechten Seite die „5“ platzieren. Der Spielball kann im Kopffeld (oberes Drittel des Spielfeldes) frei platziert werden Die Pflicht, beim 14/1-Break Kugel und Tasche anzusagen, führt in der Praxis oft zu durch Sicherheit geprägten Breaks. Beim Break eine bestimmte Kugel in eine bestimmte Tasche anzusagen kommt einem Kunststoß gleich.

Beim Break müssen mindestens zwei Objektbälle und der Spielball eine Bande berühren oder eine angesagte Kugel wird gelocht. Ist beides nicht der Fall, bekommt der Spieler zwei Punkte Abzug. Der Gegner kann daraufhin entscheiden, ob er das Bild übernimmt oder den Neuaufbau fordert. Dessen ungeachtet handelt es sich immer noch um die gleiche Aufnahme.

Fällt bei einem sonst korrekten Break der Spielball, bekommt der Spieler einen Minuspunkt und der Gegner hat aus dem Kopffeld heraus „Ball in Hand“.