Über mich

Ja, wie bin ich selbst  zum Billard-Spielen gekommen – natürlich zufällig!

Es war vor ca. 10 Jahren. Ein guter Bekannter erzählte mir von seinem neuen Hobby (Billard) und den enormen Erkenntnissen und Fortschritten die er dabei in kürzester Zeit gemacht hatte. Er besuchte dazu  1-2-mal wöchentlich unser im Dorf befindliches Wirtshaus und traf sich dort mit einem Freund am vor Ort stehenden „6-Fuß-Tisch“. Er lud mich ein, mir seine „Künste“ zu zeigen und mir dabei auch die Geheimnisse von „Rück- und Nachläufer“ zu demonstrieren und zu erklären. Ja, das war schon interessant und auch gar nicht so einfach nachzumachen. Und dann noch „Lochen“  – eine immense Herausforderung!

Ich bekam mit, dass sich bei uns im Ort eine Art „Interessengruppe-Billard“ gebildet hatte, welche regelmäßig freitags in besagtem Wirtshaus diesem Sport frönte. Ich beschloss mal hinzugehen und zuzuschauen. Aus dem Zuschauen wurde dann auch mal probieren – allerdings mit sehr mäßigen, ernüchternden Erfolg.  Aber meine Aufmerksamkeit war geweckt!

Und dann – ein guter Freund schenkte mir, nahezu unvermittelt, zum Geburtstag ein Queue. Er erzählte mir später, anfangs keine Idee für ein Geschenk gehabt aber im Ort gehört zu haben, dass ich auch mal am Billardtisch gestanden hatte. Und was lag näher- er selbst im Spielautomatengewerbe tätig – „zack“ hatte ich ein Queue und damit sozusagen Ansporn und  moralische „Verpflichtung“ zugleich. Ab dann ging ich also nahezu wöchentlich, also freitags,  ins Wirtshaus zum Billard. Billard wurde auch bei uns immer populärer, kleine Turniere auf Ortsebene und darüber hinaus folgten. Der Erfolg meinerseits, eher mäßig. Ich kam irgendwie nicht voran – was tun?

Am besten, man hätte so einem „Tisch“ zu Hause im Keller. Da könnte man die Woche über zu Hause „üben“ und am Wochenende, also freitags, immer besser werden. Platz im Keller hatte ich ja, denn der eigentliche  Hobbyraum war bis dato eher ein Abstellraum.

Ich hörte mich also um und wurde fündig. Da gab es, unweit meines Wohnortes, ein Angebot für einen „8-Fuß-Billardtisch“. Ich erkundigte mich nach den Maßen und besprach mit meinem Freund den Transport zum Haus und durch das Haus in den Keller. Das Ergebnis – „es würde geradeso gehen“, ist aber eine echte Herausforderung – „Zentimetersache“ sozusagen! Der Tisch wäre zu demontieren und für die Schieferplatte und den Corpus benötigte ich mindestens vier Mann. Das Treppengeländer müsste auch demontiert werden! Und, was würde meine Frau sagen, insbesondere vor dem Hintergrund der damit verbundenen Umstände und dem Aufwand?!

Also wenn, dann gedeckt und sie „vor vollendete Tatsachen stellen“, und dann sollten diese Tatsachen auch hinreichend schön sein. Dazu müsste der Raum entsprechend vorbereitet und hergerichtet werden. Die Konfrontation mit den Umstände (Geländer, …) und/oder Spuren des Transportes im Haus (Schäden) wären ein „No go“.

Ergebnis der Besprechung  – das kriegen wir hin!!! Also, alles klar – der Tisch wurde gekauft und Selbstabholung vereinbart.

Der Tag der Tage war dann Ostersamstag. Meine Frau ging auf Arbeit und keine 10 min später war die „Mannschaft“ (4 Helfer) da.  Ausräumen, Geländer abbauen, Tisch holen, Demontieren, die Einzelteile durchs Haus in den Keller (Hobbyraum) tragen (Schieferplatte und Corpus waren eine echte Quälerei – auch zu fünft!), Zusammenbauen, Ausrichten,  Einräumen,  Putzen  und  – wenn Frau von Arbeit kommt-mit der Mannschaft auf der Terrasse sitzen und Grillen – ganz entspannt und unaufgeregt!

 

Und?  Es hat funktioniert!

Tisch steht (auch heute noch), kein Schaden, keine Verletzten und meiner Frau hat‘s dann auch noch gefallen – alles gut!!!

So und nun hatte ich die besten Voraussetzungen. Ich besorgte mir Bücher, DVD’s und habe trainiert. Fortschritte wurden schnell deutlich und heute spiele ich im Verein.

Mein Fazit, nach knapp 10 Jahren?!

Auf diesen schönen, anspruchsvollen Sport zu kommen und mir einen eigenen Tisch zuzulegen war eine der glücklichsten Umstände und besten Entscheidungen in meinem Leben. Ich habe noch heute viel und Freude, denn meine Liebe zum Billard ist so ausgeprägt wie nie. Ich kann dieses Hobby nur weiterempfehlen.